Handlungsempfehlungen: Bürgerrechtsbewegungen

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Aus dem Bericht der Unabhängigen Kommission Antiziganismus mit dem Titel “ Perspektivwechsel. Nachholende Gerechtigkeit. Partizipation.“ Beauftragt durch das Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat.

Die Unabhängige Kommission Antiziganismus empfiehlt …

• Bund, Ländern und Gemeinden die Anerkennung, Unterstützung und Förderung der Selbstorganisationen von Roma und Sinti in ihrer Vielfalt. Diese sind ein wesentlicher Faktor zum Schutz vor und zur Überwindung von Antiziganismus und ein unverzichtbarer Teil demokratischer Kultur. Dabei sind Formate der Zusammenarbeit auf jeweils höchster repräsentativer Ebene zu etablieren. Darüber hinaus ist ein Vertretungs- und Stimmrecht für Organisationen der Roma und Sinti in allen staatlichen Gremien, in denen es um die Angelegenheiten der Communitys der Roma und Sinti geht bzw. in denen Antiziganismus entgegengewirkt werden muss, sicherzustellen.

• dem Bund, die laufenden Verhandlungen zu einem Staatsvertrag mit dem Zentralrat Deutscher Sinti und Roma zügig abzuschließen.

• dem Bund, das „Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas“ als zentralen Erinnerungsort an den NS-Völkermord rechtlich unter maximalen Schutz zu stellen

Wir haben Genderungen durch die Volksbezeichnung „Roma und Sinti“ ersetzt. Zur Begründung:

  • Es wird auch nicht im Ursprungsbericht überall gendergerecht formuliert.
  • Der Bericht weist auf die kontroverse Diskussion zur Genderung hin.
  • Wir möchten als Volk wahrgenommen werden. Als Individuen kann uns jeder gerne in unserer Vielfalt kennenlernen.
  • Wenn es wirklich konsequent um Genderung geht, müsste man auch „Franzosen und Französinnen“ als „Femme et Homme“ formulieren. Bitte verstehen Sie diese Absurdität.
  • Wir bevorzugen generell die Verwendung einer geschlechtsneutralen Form in der Sprache des Romanes.